Juni 2018

Rezi-Spoiler – Die Apfelprinzessin von Maya Shepherd

Hier finden Interessierte eine Zusammenfassung inklusive Rezension der Handlung von "Die Grimm Chroniken: Die Apfelprinzessin". Achtung: Es sind explizit Spoiler enthalten! Hier gibt es auch eine Rezension ohne Spoiler.

 

Buchdaten

  • Erschienen im Februar 2018 beim Sternensand Verlag
  • Preis: 0,99 EUR
  • Seiten: 146
  • ISBN: 978-3-906829-70-8

Klappentext:

Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte.

Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird.

Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.

Meine Meinung:

Will wird bald volljährig und lebt mit seine beiden besten Freunden, einem Geschwisterpaar, im betreuten Wohnen. Sein Vater lebt zwar noch, ist aber seit vielen Jahren schon in psychiatrischer Behandlung. Will hat kein gutes Verhältnis zu seinem Vater, denn es belastet ihn sehr, dass sein Vater nicht einfach "normal" sein kann und wurde dafür auch in der Schule immer gehänselt. Er ahnt nicht, dass sehr viel Wahres dran ist, an den verdrehten Versionen von Märchen, die sein Vater erzählt.

Parallel wird die Geschichte der Apfelprinzessin erzählt. Sie beendete eine schlimme Hungersnot, in dem plötzlich überall blutrote, saftige Äpfel erblühten. Doch obwohl sie wunderschön ist, ist sie auch sehr einsam und verflucht, denn sie darf in keinen Spiegel sehen. Dieser Märchenstrang hat mir gut gefallen und beruht erst mal auf keinem Märchen, dass man kennt. Allerdings flechtet die Autorin nun bekannte Märchenelemente mit ein z.B. Schneewittchen. Sie ist hier die "Böse", die ausgerechnet nun in der Gegenwart von Will aufgehalten werden muss und gleichzeitig ist sie die Tochter der Apfelprinzessin. 

Wills Reise endet erst mal in einem düsteren Wald, in den ein Kinderchor ihn und seine Freunde geführt hat. Ausgerechnet an einem Häuschen aus Süßigkeiten stranden sie, was verdächtig an Hänsel und Gretel erinnert (bis jetzt ohne böse Hexe).

Nicht nur verschiedene Märchenelemente, auch verschiedene Zeitebenen werden hier erzählt. Es wird aber zum Glück nie so viel, dass man den Überblick verliert. So hat mir der Auftakt gut gefallen!

 

 

Rezi-Spoiler – Aura Die Gabe von Clara Benedict

Hier finden Interessierte eine Zusammenfassung inklusive Rezension der Handlung von "Aura Die Gabe". Achtung: Es sind explizit Spoiler enthalten! Hier gibt es auch eine Rezension ohne Spoiler.  

Buchdaten

Klappentext:

Einen Jungen aus der Ferne anschmachten, das steht für Hannah nicht zur Debatte – bis sie Jan trifft. Noch während Hannah sich darüber ärgert, dass sie sich immer wieder wie eine Idiotin aufführt, signalisiert Jan Interesse. Mit jedem Treffen wachsen Hannahs Gefühle aber auch ihre Unsicherheit. Jan verhält sich widersprüchlich, ist mal liebevoll und zärtlich, dann wieder aggressiv und distanziert. Diese Unbeständigkeit macht Hannah Angst, denn sie hat sich Jan offenbart. Sie hat ihm von ihrer besonderen Gabe erzählt, einer Gabe, die auch eine dunkle Seite hat ... Hat sie dem Falschen vertraut?

 

Meine Meinung:

Das Buch richtet sich an jüngere Leser ab 13 Jahren und der Schreibstil ist dementsprechend nicht verschnörkelt sondern besteht eher aus kurzen klaren Sätzen. Hannah ist ein typischer Teenager und hat mit Jungs nicht viel am Hut. Doch für den neuen an der Schule, Jan, schwärmt sie von weitem. Das fand ich total süß und natürlich passiert Hannah auch das ein oder andere Missgeschick.

Schon zu Anfang wird es ziemlich gruselig als Hannah und 3 Freundinnen auf Grund einer Geistergeschichte ein Mädchen beschwören wollen und tatsächlich merkwürdige Klopfgeräusche hören.

Anschließend fahren die Mädels zum Campen und treffen dabei auf Jan und zwei seiner Freunde. Hannah ist natürlich sehr aufgeregt, während Jan ziemlich kalt wirkt und unsympathisch. Auch hier wiederholt sich die Geisterbeschwörung und auch hier wird eine düstere Stimmung verbreitet.

Merkwürdigerweise fängt Jan an, sich für Hannah zu interessieren, obwohl er vorher eher abweisend gewesen ist und macht sogar mit seiner Freundin Schluss. Das fand ich schon merkwürdig und tatsächlich entwickelt Hannah parallel eine Gabe und erkennt, dass sie Gegenstände verschieben kann, ein Feuer entzünden kann und generell besondere Kräfte hat.

Als Jan sie sexuell massiv bedrängt und intim berührt und Hannah sich aus Verzweiflung wehrt, verletzt sie ihn schwer mit ihrer Kraft, ruft aber auch einen Krankenwagen und heilt eine seiner Verletzungen. Sie besucht ihn aus schlechtem Gewissen anschließend im Krankenhaus und Jan erinnert sich auch an alles, auch wenn er allen anderen erzählt hat, er wisse nicht mehr genau, was passiert ist.

Hier hatte ich dann das Hauptproblem, weil Hannah verzeiht ihm relativ schnell und geht auch noch eine Beziehung mit ihm ein!!! Erst vergewaltigt er sie fast und dann werden sie ein Paar?!? Das hat für mich überhaupt nicht zusammengepasst.

Merkwürdigerweise verhält sich Jan dann zeitweise sogar nett und wird sowas wie Hannahs moralisches Gewissen, was ihre Kräfte angeht. Dann ändert sich am Ende sein Verhalten jedoch wieder und es stellt sich heraus, dass Jan selbst besondere Kräfte besitzt! Er überwältigt Hannah und nimmt sie gefangen. Doch Hannah kann Jan am Ende töten und sich befreien.

 

Ich hatte ja überlegt, ob Jan als er sich nett verhalten hat, gesteuert wurde. Das wird jedoch von der Autorin nicht aufgelöst und so bleibt ein fader Beigeschmack und eine merkwürdige Botschaft für junge Mädchen. Deswegen habe ich insgesamt 3 Sterne vergeben.

 

Copyright 2018 © All Rights Reserved