Hier finden Interessierte eine Zusammenfassung inklusive Rezension der Handlung von "Aura Die Gabe". Achtung: Es sind explizit Spoiler enthalten! Hier gibt es auch eine Rezension ohne Spoiler.  

Buchdaten

Klappentext:

Einen Jungen aus der Ferne anschmachten, das steht für Hannah nicht zur Debatte – bis sie Jan trifft. Noch während Hannah sich darüber ärgert, dass sie sich immer wieder wie eine Idiotin aufführt, signalisiert Jan Interesse. Mit jedem Treffen wachsen Hannahs Gefühle aber auch ihre Unsicherheit. Jan verhält sich widersprüchlich, ist mal liebevoll und zärtlich, dann wieder aggressiv und distanziert. Diese Unbeständigkeit macht Hannah Angst, denn sie hat sich Jan offenbart. Sie hat ihm von ihrer besonderen Gabe erzählt, einer Gabe, die auch eine dunkle Seite hat ... Hat sie dem Falschen vertraut?

 

Meine Meinung:

Das Buch richtet sich an jüngere Leser ab 13 Jahren und der Schreibstil ist dementsprechend nicht verschnörkelt sondern besteht eher aus kurzen klaren Sätzen. Hannah ist ein typischer Teenager und hat mit Jungs nicht viel am Hut. Doch für den neuen an der Schule, Jan, schwärmt sie von weitem. Das fand ich total süß und natürlich passiert Hannah auch das ein oder andere Missgeschick.

Schon zu Anfang wird es ziemlich gruselig als Hannah und 3 Freundinnen auf Grund einer Geistergeschichte ein Mädchen beschwören wollen und tatsächlich merkwürdige Klopfgeräusche hören.

Anschließend fahren die Mädels zum Campen und treffen dabei auf Jan und zwei seiner Freunde. Hannah ist natürlich sehr aufgeregt, während Jan ziemlich kalt wirkt und unsympathisch. Auch hier wiederholt sich die Geisterbeschwörung und auch hier wird eine düstere Stimmung verbreitet.

Merkwürdigerweise fängt Jan an, sich für Hannah zu interessieren, obwohl er vorher eher abweisend gewesen ist und macht sogar mit seiner Freundin Schluss. Das fand ich schon merkwürdig und tatsächlich entwickelt Hannah parallel eine Gabe und erkennt, dass sie Gegenstände verschieben kann, ein Feuer entzünden kann und generell besondere Kräfte hat.

Als Jan sie sexuell massiv bedrängt und intim berührt und Hannah sich aus Verzweiflung wehrt, verletzt sie ihn schwer mit ihrer Kraft, ruft aber auch einen Krankenwagen und heilt eine seiner Verletzungen. Sie besucht ihn aus schlechtem Gewissen anschließend im Krankenhaus und Jan erinnert sich auch an alles, auch wenn er allen anderen erzählt hat, er wisse nicht mehr genau, was passiert ist.

Hier hatte ich dann das Hauptproblem, weil Hannah verzeiht ihm relativ schnell und geht auch noch eine Beziehung mit ihm ein!!! Erst vergewaltigt er sie fast und dann werden sie ein Paar?!? Das hat für mich überhaupt nicht zusammengepasst.

Merkwürdigerweise verhält sich Jan dann zeitweise sogar nett und wird sowas wie Hannahs moralisches Gewissen, was ihre Kräfte angeht. Dann ändert sich am Ende sein Verhalten jedoch wieder und es stellt sich heraus, dass Jan selbst besondere Kräfte besitzt! Er überwältigt Hannah und nimmt sie gefangen. Doch Hannah kann Jan am Ende töten und sich befreien.

 

Ich hatte ja überlegt, ob Jan als er sich nett verhalten hat, gesteuert wurde. Das wird jedoch von der Autorin nicht aufgelöst und so bleibt ein fader Beigeschmack und eine merkwürdige Botschaft für junge Mädchen. Deswegen habe ich insgesamt 3 Sterne vergeben.