• Erschienen im September 2018 bei dtv
  • Preis: 10,95 EUR
  • Seiten: 368
  • ISBN: 978-3-423-71799-1

Kostenloses Exemplar, damit automatisch laut “die-medienanstalten” Werbung. Dies hat keinen Einfluss auf den Inhalt meiner Rezension.

Inhalt:

Als Max von Linden in Edinburgh aus dem Flugzeug steigt, hat er vor allem eins im Sinn: ausreichend Abstand zwischen sich und seinen verhassten Vater zu bringen. Straßenmusikerin Lina Stollberg treiben ganz ähnliche Motive in die schottische Metropole, doch ihr ist jedes Lügenmärchen recht, um von ihrer wahren Geschichte abzulenken. Als die beiden schon am Flughafen übereinander stolpern, fliegen nicht nur Gepäckstücke durch die Gegend, sondern auch Funken – es ist Antipathie auf den ersten Blick. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich. Sehr viel näher als geplant. Und nach einem Roadtrip quer durch Schottland stellt sich die Frage: Was ist eigentlich echt zwischen ihnen? Und was bleibt übrig, wenn alle Masken fallen?

Meine Meinung

Max kennt man schon aus dem ersten Teil. Er flieht vor dem 60. Geburtstag seines Vaters und dem Druck, den seine Eltern aufbauen. Er hat das Gefühl, immer nur funktionieren zu müssen. Ich fand Max etwas schwierig einzuschätzen. er versteht sich definitv nicht gut mit seinen Eltern und strahlt eine gewisse Gleichgültigkeit aus, andererseits scheinen ihm seine Freunde schon am Herzen zu liegen.

Am Flughafen hat er seinen ersten Zusammenstoß mit Lina und der erste Eindruck, den die beiden voneinander haben, ist schlecht. Lina wirkt ziemlich „alternativ“ auf Max, zudem pampt sie ihn ziemlich an.

Dann trennen sich erstmal ihre Wege. Max lässt sich durch Edinburgh treiben und die einzige Abwechslung ist die kleine Olivia. Die Achtjährige hat sich ein Bein gebrochen und ist die Enkelin einer Hotelangestellten. Max verbringt etwas Zeit mit ihr und man merkt, dass er sie wirklich mag. Auf seinen Wanderungen durch die Stadt, sieht er dann auch ein paar Mal Lina, die sich als Straßenmusikerin ihr Geld verdient.

Lina ist von zu Hause abgehauen. Die 18-Jährige hat sich noch nie gut mit ihrer Mutter verstanden, die immer wechselnde Freunde mit nach Hause gebracht hat. Sie möchte mit Robin zusammenleben, ihrem Halbbruder. Dieser ist jedoch in einem Internat und Lina ist fest entschlossen, ihn zu „befreien“.

Generell war der erste Part des Buches eher langweilig. Man begleitet Max und Lina getrennt voneinander durch ihren Alltag.

Der Roadtrip

Lina hält Max für einen Stalker, doch dieser ist tatsächlich fasziniert von Linas Musik, auch wenn er sie immer noch für ziemlich „alternativ“ hält. Er überrascht sich selbst damit, ihr einen Roadtrip durch Schottland vorzuschlagen.

Lina stimmt eher widerwillig ein, weil sie das Gefühl hat, in Edinburgh kein Geld mehr verdienen zu könnnen. Die beiden kabbeln sich ziemlich viel und erzählen sich so gut wie nichts voneinander. Max denkt sogar, dass Linas Name Robin ist und Lina stellt das auch nicht richtig. Lina erzählt ihm weder etwas von ihrem kranken Bruder, noch von ihren Problemen mit ihrer Mutter. Auch Max gibt wenig von sich preis, aber doch mehr als Lina. Die beiden kommen sich langsam näher und landen dann auch zusammen im Bett.

Auch wenn die Reise durchaus abwechslungsreich war, hinterließ das bei mir doch einen schlechten Nachgeschmack, dass die beiden so unehrlich sind. So konnte ich ihnen dann doch nicht abnehmen, dass sich ehrliche Gefühle hier entwickeln können.

Doch dann hat Max Vater einen Herzinfarkt und Max muss sofort zurückzureisen. Sein Vater erholt sich zum Glück und Max nutzt die Gelegenheit, sich mit ihm auszusprechen. Er hat keinerlei Kontaktdaten von Lina und als sich die Lage rund um seinen Vater beruhigt, sucht er sie, doch sie bleibt verschwunden. Als Lina durch Zufall davon erfährt, reist sie zu ihm und die beiden beschließen, es miteinander zu versuchen. Das Ende fand ich etwas abrupt, aber es gab ein Happy End.

Fazit

Max mochte ich schon im ersten Teil sehr gerne, dennoch bin ich etwas enttäuscht von seiner Geschichte.