Hier finden Interessierte eine Zusammenfassung inklusive Rezension der Handlung von "Die Grimm Chroniken: Die Apfelprinzessin". Achtung: Es sind explizit Spoiler enthalten! Hier gibt es auch eine Rezension ohne Spoiler.

 

Buchdaten

  • Erschienen im Februar 2018 beim Sternensand Verlag
  • Preis: 0,99 EUR
  • Seiten: 146
  • ISBN: 978-3-906829-70-8

Klappentext:

Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte.

Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird.

Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.

Meine Meinung:

Will wird bald volljährig und lebt mit seine beiden besten Freunden, einem Geschwisterpaar, im betreuten Wohnen. Sein Vater lebt zwar noch, ist aber seit vielen Jahren schon in psychiatrischer Behandlung. Will hat kein gutes Verhältnis zu seinem Vater, denn es belastet ihn sehr, dass sein Vater nicht einfach "normal" sein kann und wurde dafür auch in der Schule immer gehänselt. Er ahnt nicht, dass sehr viel Wahres dran ist, an den verdrehten Versionen von Märchen, die sein Vater erzählt.

Parallel wird die Geschichte der Apfelprinzessin erzählt. Sie beendete eine schlimme Hungersnot, in dem plötzlich überall blutrote, saftige Äpfel erblühten. Doch obwohl sie wunderschön ist, ist sie auch sehr einsam und verflucht, denn sie darf in keinen Spiegel sehen. Dieser Märchenstrang hat mir gut gefallen und beruht erst mal auf keinem Märchen, dass man kennt. Allerdings flechtet die Autorin nun bekannte Märchenelemente mit ein z.B. Schneewittchen. Sie ist hier die "Böse", die ausgerechnet nun in der Gegenwart von Will aufgehalten werden muss und gleichzeitig ist sie die Tochter der Apfelprinzessin. 

Wills Reise endet erst mal in einem düsteren Wald, in den ein Kinderchor ihn und seine Freunde geführt hat. Ausgerechnet an einem Häuschen aus Süßigkeiten stranden sie, was verdächtig an Hänsel und Gretel erinnert (bis jetzt ohne böse Hexe).

Nicht nur verschiedene Märchenelemente, auch verschiedene Zeitebenen werden hier erzählt. Es wird aber zum Glück nie so viel, dass man den Überblick verliert. So hat mir der Auftakt gut gefallen!